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Saison 2010/2011


Liebes Publikum,

zur Neuen Saison ein Herzliches Willkommen zurück. Eigentlich interessant, so ein Saisonprogramm. Der Jazzer denkst ja sonst eher „von Gig zu Gig“, im besten Fall von Tour zu Tour. Ein Saisonprogramm ist insofern eine Herausforderung an uns, denn wir müssen nicht Musik spielen, die wir grade spannend finden, sondern Programme planen, die wir in einem Jahr hoffentlich auch noch gut finden. In einem Jahr kann viel passieren. Wären wir gänzlich unbeweglich, könnte uns der Zeitgeist oder die Mode von rechts überholen. Wir beugen dem vor, indem wir selbst zu Neuerung beitragen. Dann können wir die anderen Neuerungen in Ruhe beobachten.

Ein Saisonprogramm erinnert mich auch an den klassischen Konzertbetrieb. Tonhalle, Konzertzyklen, Opernabo, Apéro. Hm. Irgendwann buchen wir Solisten wie in Bayreuth 10 Jahre vorher. Jetzt müssen wir es noch schaffen, das man ein Jahrzehnt auf der Warteliste für ZJO-Karten stehen muss, bevor man rein kommt. Für sie, unsere Stammgäste, könnte ich dann Karten günstig unter der Hand besorgen. Wie in Bayreuth. Dort liegt die Förderung allein vom Bund bei
€ 2,3 Mio. in 2010. Das haben wir sicher auch bald.

Zurück zur Realität. Ich werde wieder Musik schreiben. Von meinen ca.100 Stücken für Bigband sind nur 5 für Gesang. Diese Quote war mir dauerhaft zu schlecht, drum heisst das neue Programm, zu hören im Februar, ganz einfach „Song“.

Unsere Gäste entlasten mich teilweise. So übernimmt Ed Partyka zwei Abende mit Stan Kentons Cuban Fire und im Oktober vertritt mich kein Geringerer als Pepe Lienhard am Dirigentenpult.

Viel Spass mit unserem Programm, Ihr



Rainer Tempel
Musikalische Leitung