Als Klangkörper ist einen Big Band an Vielfältigkeit kaum zu überbieten. Steffen Schorn ist es gelungen, ein Repertoire zu komponieren, das die Band in all ihren Facetten zeigt, jeder Klangfarbe Raum und jedem Rhythmus ein Parkett bietet. Auf der einen Seite des Spektrums steht das ultrakurze Stück «Wildbotz», eine rasant rhythmische Nummer von nicht einmal einer Minute Länge. Auf der anderen Seite findet sich die fast halbstündige, titelgebende Suite «Three Pictures», die zwischen Leichtigkeit und packendem Beat pendelt, einen sanft betört, um einen sofort wieder wuchtig aufzuwecken. Dazwischen klingt «Africa» fast meditativ und lässt einen in Gedanken Sonnenuntergänge fotografieren. Sanft, wie warmer Wind, der einen mitträgt, kommt hingegen «Why Did You Go» daher. Fast zehn Minuten lang viel Raum zum Atmen offeriert «Eye Of The Wind» mit seinen grosszügigen Melodiebögen, die zum Träumen einladen. Gespielt ist das alles ebenso frech wie mutig. «Three Pictures» zeigt, welch unglaubliche Reise 18 Musiker in der bisher dreijährigen Zusammenarbeit mit Steffen Schorn unternommen haben. «Wir haben Fantasie, wir haben Risikobereitschaft», fasst Schorn zusammen, was das ZJO so einzigartig macht. Und anderthalb Dutzend wirklich hervorragende Musiker, möchte man anfügen.